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Der Messschieber, auch Schieb(e)lehre, Schublehre oder Kaliber genannt, ist ein sogenanntes Längen-Messgerät. Ein Schieber sitzt auf eiMessschieber-wissenner Schiene und erlaubt das Ablesen von Innen-, Außen-  und Tiefenmaßen. Auch können Stufen vermessen werden. In der einfachsten Ausführung, dem sogenannten analogen Messschieber, kann das Messergebnis auf einer Skala oder einer Messuhr abgelesen werden. Moderne Messschieber haben hierfür ein digitales Display. Damit der Schieber sich nicht unkontrolliert während des Ablesens bewegt, verfügt der Schieber außerdem über eine Feststellschraube.

Für das sichere Ablesen der zweiten Nachkommastelle haben haben analoge Messschieber (ohne Messuhr) eine sogenannte Noniousskala. Bei Messschiebern mit Messuhr oder digitalem Display ist das nicht nowendig. Besonders letztere Variante erfreut sich daher heute sehr großer Beliebtheit. Digitale Messschieber haben zudem den Möglichkeit, das Messsignal an ein externes Gerät, bspw. einem Computer, weiterzugeben.

Für eine lange Haltbarkeit werden gute Messschieber aus nichtrostendem, gehärteten Stahl gefertigt. Vergessen Sie daher Messschieber aus ungehärtetem Stahl, Messing oder gar Kunststoff. Verschleiß wird schnell die Messergebnisse verfälschen.

Die Messgenauigkeit eines Messschiebers liegt zwischen 0,02 – 0,2 mm. Die Genauigkeit hängt stark vom Messbereich ab (messe ich eine kurze och eine sehr lange Messsstrecke?) sowie der Handhabung. Das Verkippen des Messschiebers sowie das inkorrekte Anlegen der Messflächen kann schnell zu Messfehlern führen. Lesen Sie daher bitte auch unser Kapitel Tipps, das Ihnen hilft, klassische Anwendungsfehler zu vermeiden.